Samstag, 25. März 2017

Rezension zu ,,Christmasland" von Joe Hill

Der Fantasy-Thriller ,,Christmasland" ist mit 800 Seiten am 08. Dezember 2014 im Heyne Verlag erschienen.

Inhalt:

Charlie Manx ist ein sehr, sehr böser Mann mit einem sehr, sehr bösen Auto. Er entführt Kinder nach »Christmasland«, wo ewige Weihnacht herrschen soll. Die Kinder erwartet dort jedoch etwas Schreckliches, und es gibt keinen Weg zurück. Mit seinem Meisterwerk moderner Fantastik entführt uns der mehrfach preisgekrönte Bestsellerautor Joe Hill auf einen unvergesslichen Horrortrip. (Klappentext)

Cover:

Die Rolls-Royce Statue auf der Motorhaube eines Wraith ziert das Cover zusammen mit einem roten Nebel.  Für mich ein gelungenes Cover und sehr passend zur Geschichte.

Charaktere:

Hauptperson ist Vic McQueen, die seit frühester Kindheit eine magische Gabe besitzt, die nicht jeder Mensch hat: Wenn sie mit ihrem Raleigh losfährt  und in Gedanken bei einem Gegenstand oder Menschen ist, öffnet sich ihr eine Brücke, ihre sogenannte Shorter-Way-Brdige, über die sie fahren kann und dann am Zielort des jeweiligen Gegenstands ankommt.

Doch Vic ist nicht die einzige, die eine solche Eigenschaft hat.
Charlie Manx, ein böser Mann, besitzt die Gabe, in seinem Rolls-Royce Wraith ins Christmasland fahren zu können, wo er den Kindern für immer Weihnachten verspricht: Ohne Entkommen. Auch Vic kam in seine Fänge, doch befreite sich und nun ist sie erwachsen und besitzt einen Sohn, und Manx wartet nur darauf sich zu rächen...

Meine Meinung:

Was für eine interessante Idee! Und auch noch so passend zur Weihnachtszeit, sodass ich mit diesem Buch doch gleich an Weihnachten anfing. Zugleich war ich neugierig: Schafft der Sohn, was der Vater kann? Nämlich: Großartige Bücher zu schreiben?

Ein Auto als Horrorelement zu benutzen ist nichts neues, in diesem Falle aber doch wieder etwas besonderes. Die Beschreibungen des Wraith sind gruselig, umso mehr noch, da sich das Auto auch gerne immer wieder verselbstständigt und kleine Kinder einsperrt.

,,Nathan schlug mit den Händen gegen die Windschutzscheibe und hinterließ dabei rostrote Abdrücke auf dem Glas.
'Hilfe!', schrie er, während warmes Blut über sein Gesicht lief. 'HILFE, HILFE, BITTE HELFT MIR!'
Seltsamerweise grinsten die Kinder zurück, als würde er Faxen machen, und winkten eifrig zurück. Er begann zu schreien wie eine Kuh auf dem Schlachthof, die auf dem dampfenden Blut ihrer Artgenossen ausrutschte, bevor es ihr selbst an den Kragen ging."
S. 276


Die Geschichte um Vic, wie sie groß wird und weitere Personen kennenlernt, die auch solche Gaben haben, fand ich interessant. Ein bisschen zu viel wurde es mir dennoch, da der Autor jeden Grashalm aus ihrer Vergangenheit erwähnen musste und die Geschichte damit unnötig streckte. Das hat den Spannungs-Effekt leider gedämpft.

Interessant finde ich auch die Bezeichnung eines Thrillers, denn für mich glich das Buch eher einem Fantasy-Roman. Besonders diese Fantasy-Inhalte gefielen mir aber gut und Joe Hill hat diese auch gut und oft schaurig erzählt.

Gruselig fand ich auch immer die Beschreibungen von Charlie Manx oder des Gasmaskenmannes. Gerade mehr solcher Horror-Elemente hätten dem Buch auch gut getan.

,,'Tief einatmen', sagte der Gasmaskenmann. 'Dann fühlst du dich besser. Entspann dich einfach. Die Sonne ist untergegangen, die Nacht hat angefangen. Gott ist tot, der Himmel rot.'" S.568

Fazit:
Im Endeffekt hat mich das Christmasland überzeugt. So lange wie ich dort bleiben musste, würde ich zwar nicht noch mal hin wollen, aber es war sicher eine tolle Reise mit Vic und ihrem Relaigh.
Ich bin gespannt, wie die anderen Bücher von Joe Hill so sind. Für dieses Buch gebe ich gerne 3 Sterne, für 4 war es mir dann doch ein wenig zu langatmig.

,,Die Fantasie war immer nur eine Realität, die darauf wartete, aktiviert zu werden" S.710

☆☆☆

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen