Mittwoch, 28. September 2016

Rezension zu ,,Nach der Bombe" von Philip K. Dick

,,Nach der Bombe" ist am 27 April 2016 mit 272 Seiten im Fischer Klassiker Verlag erschienen.

Inhalt:

Die Welt nach dem Atomkrieg: Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges entwirft Philip K. Dick in seinem 1965 entstandenen Roman das Bild einer zerstörten Gesellschaft, in der die Überlebenden darum kämpfen, Menschlichkeit und Normalität wiederzuerlangen. ›Nach der Bombe‹ bietet auch 50 Jahre nach seinem Erscheinen hellsichtige Antworten auf die immer wieder aktuelle Frage »Was wäre wenn …«. »Es sind Dicks innere Widersprüche, die seine Genialität ausmachen, und diese Neigung zu      Paradoxien durchzieht den gesamten Roman.« Aus dem Nachwort von Jonathan Lethem.

Cover:

Das Cover finde ich interessant, auch wenn es auf den ersten Blick eher weniger mit dem Inhalt zu tun hat. Passt gut zu den anderen Büchern von Philip K. Dick aus dem Fischer Klassiker Verlag.

Charaktere:

Interessante Charaktere durchziehen den gesamten Roman. Da gibt es einmal den schwarzen Fernsehverkäufer Stuart McConchie, der die Hauptperson sein soll. (Wie sich im Nachwort herausstellt: Interessanterweise kann der Autor sich besonders mit dieser Person identifizieren)

,,Ich bin Stuart McConchie, wenn Sie so wollen, und ich habe einmal in einem Laden in Berkeley Fernsehapparate verkauft. Genau wie Stuart habe ich am frühen Morgen vor dem Geschäft mit einem Besen den Bürgersteig gekehrt und dabei den hübeschen Mädchen nachgeschaut." Aus dem Nachwort von Philip K. Dick, Seite 264

Aber natürlich wäre es zu normal für den Autor nur typische Menschen zu erschaffen. Vielmehr gibt es einen Phokomelus, der Roboterarme besitzt und in einem Wagen rumfährt und zugleich auch telekinetische Fähigkeiten besitzt. Dadurch hat er ein hohes Ansehen, giert aber immer mehr nach Macht und wird zur Gefahr.

,,Nein, wirklich, er ist umgekippt, weil er ... ein Bier getrunken hat. Und dann hat er ins Jenseits geblickt. Er hat gesehen, wie ich eine tote Ratte esse. Roh. Hat er zumindest gesagt." S.41


Interessant ist auch der Physiker Bruno Bluthgeld, der durch eine Fehlberechnung seines Experiments einen verheerenden radioaktiven Niederschlag auslöste. Auch er versucht nach dem Atomkrieg weiterzuleben, mit psychischen Problemen und unter einer anderen Identität. Hier zeigt sich ganz interessant ein Paradoxon. Am Anfang löste er durch eine Fehlberechnung eine Katastrophe aus, später kann er durch Gedankenkraft Explosionen erschaffen.

Abstrus ist auch der im Weltraum festsitzende Walt Dangerfield, der um die zerstörte Erde kreist, dort seine Frau verlor und vermutlich auch dort sterben wird.
Und besonders orginiell finde ich Edie Keller, ein siebenjähriges Mädchen, das ihren Bruder in sich trägt. Das mag erstmal total bescheuert und seltsam klingen - das ist es auch. Aber ihr Bruder besitzt eine Fähigkeit, die später noch bedeutend wichtig ist.

,,Der arme Mann dort oben, dazu verdammt die Erde zu umkreisen - so lange, bis ihm, wie den Russen, Nahrung oder Sauerstoff ausging. Bis zum bitteren Ende." S.108

Meine Meinung:

Nachdem mich Philip K. Dick mit seinem Werk ,,Der dunkle Schirm" schlichtweg begeisterte, war ich sehr gespannt auf ,,Nach der Bombe".

,,Die Katzen waren eine Gefahr. Ebenso die Ratten und Hunde. Sie fraßen kleine Kinder - zumindest wurde das berichtet. Im Gegensatz wurden sie natürlich ihrerseits von den Menschen gefangen und verspeist. Vor allem mit Reis gefüllter Hund galt als echte Delikatesse." S.114

Der Start viel relativ leicht, man ist direkt im Geschehen drin, der Schreibstil ist wie gewohnt von dem Autor gut, jedoch konnte mich das Buch am Anfang nicht ganz fesseln. Das verflog aber zum Glück in der Mitte des Buches. Erst da erkannte ich was für ein Potenzial die Geschichte überhaupt enthält.

,,Womöglich wären wir besser dran, wenn wir damals bei der Katastrophe alle gestorben wären. Dann hätten wir die Missgeburten und Krüppel, die Bombenbimbos und intelligenten Tiere nie zu Gesicht gekriegt. Die Leute, die den Krieg angezettelt haben, waren einfach nicht gründlich genug ... Ich bin erschöpft. Ich möchte das alles hinter mir lassen und mich einfach irgendwo hinlegen, wo es dunkel ist und niemand redet. Für immer. " S.194

Ich finde es interessant wie der Autor sich die Welt nach der Bombe vorstellt. Menschen mit besonderen Fähigkeiten, Tiere, die hochintelligent und teils gefährlich sind leben in einer zerstörten Welt, in der Fähigkeiten anstelle von Geldscheinen zählen. Auch die Welt ist natürlich nicht mehr so industrialisiert, sondern wird wieder mehr landschaftlich. Teilweise halte ich seine ,,Visionen" für realistisch - andere sind wiederum so abstrus und paradox.
Eigentlich ist das ganze Szenario bitterböse und grotesk - und doch versucht er eine positive Zukunft für die Personen zu schaffen.

,,Oh, das Wetter wird einfach wunderbar. Ihr könnt unbesorgt raus aufs Meer fahren mit euren kleinen Schiffchen und verstrahlte Fische fangen. Kein Problem." S.105

Den unterschwelligen Humor finde ich auch gelungen, so verdeckt aber doch vorhanden. Ich finde diese Mischung von allem einfach gelungen, das macht das Buch lesenswert.
Ich finde, man muss den Autor einfach ausprobieren. Ein Autor zum lieben oder hassen. Auch wenn mich dieses Buch überzeugt hat, noch mehr umgehauen hat mich ,,Der dunkle Schirm". Bin auf jeden Fall gespannt auf seine anderen Bücher.

,,Ich mag mich also, als ich 1964 ,Nach der Bombe schrieb' in mancherlei Hinsicht geirrt haben, doch als ich den Roman kürzlich wiederlas, habe ich darin eine grundlegende Wahrheit gespürt - eine Wahrheit bezüglich der Menschen und ihrer Fähigkeit zum Überleben. Nicht zum Überleben als Bestien, sondern als wirkliche Menschen, die wirklich menschliche Dinge tun." Nachwort, S. 264

Fazit:
Das Buch ist seltsam. Voll von Paradoxien, Widersprüchen und Genialität. Zugleich ist es so tiefgreifend und interessant.
Ein Buch, dessen Tragweite einem erst bewusst wird, wenn man über das Geschriebene nachdenkt - gefällt mir.

☆ ☆ ☆ ☆

Sonntag, 11. September 2016

Rezension zu ,,Still" von Zoran Drvenkar

,,Still" ist als Taschenbuchausgabe mit 416 Seiten am 08.03 2016 im Heyne Verlag erschienen.

Inhalt:

Wenn es Winter wird und Schnee und Eis alle Spuren verwischen, erwacht in den einsamen Wäldern Brandenburgs das Böse. Über Nacht verschwinden auf mysteriöse Weise Jungen und Mädchen. Kein Kind wurde je wiedergesehen. Nur ein Mädchen taucht unerwartet und verstört wieder auf, ihre Lippen sind seitdem verschlossen. Erst als ein verzweifelter Vater auf eigene Faust zu ermitteln beginnt, bricht sie ihr Schweigen. Doch damit dreht sich die Spirale des Bösen nur noch schneller. (Klappentext)

Cover:

Das Cover verzichtet auf große Farben oder Motive und ist für einen Thriller passend schlicht. Die Winterlandschaft mit der Hütte im Hintergrund passt ebenso zum Inhalt des Buches.

Charaktere:

Das Buch dreht sich um einen verzweifelten Vater Mika Stellar, dessen Kind vor Jahren entführt wurde. Als Mika ein Muster von verschiedenen Entführungen erkennt, wird er trotz dessen von der Polizei abgewiesen, sodass er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Die Hauptperson handelt intelligent, auch wenn sein Vorgehen am Anfang echt verwirrend und undurchsichtig ist.

,,Ich bin nicht der, der ich sein wollte. Ich wurde zu dem, der ich bin, weil der Wind sich gedreht hat, weil ein Stern verlöscht ist oder irgendwo in Afrika ein Blatt vom Baum fiel. Ich weiß, es wird nicht ewig so weitergehen. Ich arbeite dran." S. 22

Eine wichtige Person ist Lucia, die vor vielen Jahren entführt wurde und es schaffte, auszubrechen. Seitdem lebt sie in einem Heim für Kranke, denn ihre  Lippen sind verschlossen. Bis Mika es schafft, sie zum Reden zu bringen um so mehr über die Entführer zu erfahren.

,,Und wann immer Schnee fällt, stirbst du ein bisschen mehr.
  Du bist eine Tote, die atmet. Du bist eine Tote, die wartet." S.17


Die Jäger, die Antagonisten der Geschichte, und ihre Handlungen sind erschreckend zu lesen. Sie jagen stets bei Winter ... und nicht Kaninchen oder Wild... Kranke Persönlichkeiten, mit der gleichen widerlichen Vorliebe.

Meine Meinung:

,,Sechs Jahre später sitzt du auf einem Stuhl und dein Bruder und deine Eltern sind nicht mehr. Ihre Namen, ihre Worte, ihre Gedanken. Die Erinnerung an sie befindet sich an einem verschlossenen Zimmer, vom dem niemand weiß, dass es existiert. Deine Erinnerung ruht dort und auch du ruhst. Ohne Bewusstsein, ohne Gedanken. Du kannst dieses Zimmer nicht betreten, denn du bist in dir selbst gefangen. Dein Bewusstsein ist ein zerbombtes Dorf, aus dem alle Bewohner geflohen sind." S.17

Das Buch ist nicht wie jedes Buch - das sieht man schon an der vom Autor gewünschten altdeutschen Rechtschreibung, den Gedankenstrichen anstatt Gänsefüßchen und der Schreibweise des Autors. Das Buch wird aus drei verschiedenen Sichten oder eher Erzählperspektiven erzählt. Das Geschehen von Mika wird in der Ich-Perspektive, das Geschehen rund um Lucia in der Du-Perspektive und das Geschehen der Jäger in der Sie-Perspektive geschrieben. Das wirkt erfrischend und die kurzen Kapitel machen das Lesen noch angenehmer. Ich bin persönlich ja immer ein Fan kurzer Kapitel.

,,Treten sie einen Schritt zurück und lassen Sie die Polizei ihre Arbeit machen. Auch wenn wir nicht immer sofort ein Ergebnis erzielen, wissen wir, was wir tun. Sie können da in etwas hineingeraten, das Sie nicht mehr kontrollieren können. Überlassen Sie uns die Suche. Ich garantiere Ihnen, keiner von uns wird Ihre Tochter vergessen.

-Danke, sagte ich, Das ist beruhigend." S.145


Dies ist nicht mein erstes Buch von Zoran Drvenkar, das war ,,Sag mir, was du siehst" und so kannte ich den leicht abgedrehten aber zugleich völlig literarischen Stil von dem Autor schon. Viele Metaphern nutzt er und zugleich wirken manche Sätze schon poetisch. Total interessant in Kombination mit der beklemmenden Story.

,,Der Winter ist die beste Zeit für die Jagd. Im Winter ist der Mensch in Not, denn die Kälte ist gnadenlos, es gibt nur Schnee und das Eis, und jeden Tag wird ums Überleben gekämpft. Der Winter war schon immer die Zeit des Jägers. " S.219
Wie man den anderen Rezensionen und dem Klappentext schon vielleicht entnehmen kann, geht es hier um Kindesentführung und Pädophile. Das an sich schockiert und ist vielleicht für manche ,,zu viel" in einem Thriller. Auch geht es um Gewalt von Kindern untereinander, die gegenseitig kämpfen und dabei über Leichen gehen müssen. Das Thema ist auf jeden Fall ganz schön erschreckend, allein schon die Schilderung, wie die Jäger die Kinder Nachts im Winter, wenn die Eltern weg sind, kidnappen und keine Spuren hinterlassen.
Ich muss auch sagen, dass mir diese Rezension nicht einfach fällt. Ich denke, den Autor muss man einfach ausprobieren. Wenn es einem gefällt, hat man definitiv bei allen seiner Bücher einen großen Thriller-Lesespaß.

,,Die Soldaten ritten in den Wald und dachten, sie würden ein leichtes Spiel haben. Sie konnten nicht wissen, dass die elf Kinder das Sterben ihres Dorfes aus dem Schutz der Bäume heraus beobachtet hatten. Sie konnten auch nicht wissen, dass diese Kinder von klein auf darauf vorbereitet wurden, jedem Feind zu trotzen. Ob Wildschwein oder Wolf, ob Bär oder Mensch." S.306

Fazit:
Dieser Thriller haut einen um.
Erschreckende Story, hochwertiger Schreibstil, kein 08/15 Kram und viel Spannung - für mich ein Highlight in Sachen Thriller.
,,Sag mir, was du siehst" kann ich ebenfalls weiterempfehlen auch wenn ich ,,Still" noch mal weit aus besser fand.

☆ ☆ ☆ ☆ ☆

Samstag, 3. September 2016

Rezension zu ,,Codex Alera 1 - Die Elementare von Calderon" von Jim Butcher

,,Die Elementare von Calderon" ist der Auftakt zur Buchserie ,,Codex Alera", die aus insgesamt 6 Bänden besteht. Der erste Band ist erstmals mit 608 Seiten am 08.06 2009 im Blanvalet Verlag erschienen.

Inhalt:

Alle Einwohner Aleras können Magie wirken und die mächtigen Geister der sechs Elemente zu Hilfe rufen – nur der junge Tavi nicht. Doch als Intrigen und Bügerkrieg das Reich zerreißen und die bösartigen, nichtmenschlichen Marat die Grenzen von Alera überschreiten, ruhen alle Hoffnungen auf Tavis Schultern. Denn nur wenn der junge Mann nicht seinen Mut und seine Entschlossenheit verliert, haben seine Familie und alle, die Tavi liebt, eine Chance zu überleben … (Klappentext)

Cover:

Das Cover finde ich sehr interessant und gelungen. Es zeigt einen tierartigen Baum, der wahrscheinlich das Element des Waldes symbolisieren soll. Auch sehr passend zu den folgenden Bänden.

Charaktere:

Mit Tavi haben wir einen wirklichen Sympathieträger als Protagonisten. Anders als alle anderen, kann Tavi nämlich kein Element beschwören und seine Zukunft als Hirtenjunge ist am Anfang noch vorbestimmt.
Doch Tavi verstrickt sich im Laufe der Geschichte in eine brenzlige Situation. Fortan hat er mehr am Hut, als nur seine Herdentiere und plötzlich ist er auch noch derjenige, der Alera retten soll.
Ein toller Protagonist, mit dem man gerne mitfühlt, eben weil er anders ist.

Auch seine Gefährten sind soweit sympathisch und besonders. Schön finde ich auch, dass bezüglich der Charakterentwicklung viel Platz für die nachfolgenden Bände geschaffen ist.

Meine Meinung:

Jim Butcher habe ich als großen Fantasy-Autor schon länger auf der Wunschliste stehen und nun endlich geschafft mit diesem High-Fantasy Epos anzufangen! Groß war meine Vorfreude, in einem dichten Fantasy-Werk abzutauchen - mindestens genauso groß wie meine Erwartungen.

,,Wenn man aus der Geschichte etwas lernen kann, dann die eine Lektion: dass allzu oft die Existenz von Armeen, Städten und ganzen Reichen von den Handlungen einer einzigen Person abhängt. In Zeiten der Ungewissheit kann diese Person mit einer Entscheidung - sei sie nun gut oder schlecht, richtig oder falsch, groß oder klein - unwissentlich den Lauf der Geschichte beeinflussen.
Aber die Geschichte macht es uns nicht leicht. Denn man weiß nie, wer diese Person ist, wo sie sich aufhält und welche Entscheidung sie wohl treffen wird." S.7


Was ich bei Fantasy-Werken am wichtigsten finde ist der Schreibstil, der zugleich spannend, mitreißend und detailliert sein sollte - und den besitzt Jim Butcher. Auch wenn man sich am Anfang bei dieser Komplexität der Fantasy-Welt erst einmal zurechtfinden muss, man taucht sofort ins Geschehen ein.

,,Die Elementare von Erde und Luft und Wald wispern, dass Gefahr in Verzug ist und dass der Friede, den unser Land während der vergangenen fünfzehn Jahre genießen durfte, zu Ende geht. Metallelementare schärfen Schwerter und treiben die Schmiede am Amboss zur Arbeit an. Die Flüsse und der Regen warten auf den Augenblick, an dem sie sich rot färben werden. Und Feuer brennt grün und blau, aber nicht rot und golden, wie es sein sollte. Der Wandel hat begonnen." S.95


Besonders finde ich die Idee von den verschiedenen Elementaren wie z.B Luft, Feuer, Wasser, Erde, Metall etc. Zum Beispiel kann Luft den Beschwörer von einem Ort zum anderen bringen, Feuer Lichter und Kerzen anmachen, Wasser Gefühle der anderen spüren, Erde denjenigen tarnen und befördern und Metall kann denjenigen zu einem großartigen Schwertkämpfer und Schmied werden lassen - und das sind nur wenige Fähigkeiten der verschiedenen Elementare. Es gibt viele mehr und ich war jedes mal wieder erstaunt, was jedes Element doch so kann.

,,Überall lagen Leichen. Tavi bemühte sich, nicht hinzusehen, aber es schien, dass an jeder Stelle, auf die sein Blick fiel, jemand gestorben war. Es war grausig, was Lebewesen einander antaten. Die Körper wirkten ungestalt und irgendwie fehl am Platz, als hätte ein Kind seine Holzsoldaten sorglos weggeworfen, nachdem es sie zerbrochen hatte. All das Blut ließ seinen Magen rebellieren, und darüber hinaus erfüllte ihn der Anblick dieser misshandelten Leiber mit unerträglicher Traurigkeit.
Es war so sinnlos." S.542


Wie man vielleicht in anderen Rezensionen schon gelesen hat, soll Codex Alera ein wenig an Pokémon erinnern. Am Anfang war ich auch recht skeptisch und muss dennoch sagen, dass es stimmt. Ein wenig erinnert die Elementarbeschwörung tatsächlich an das Aufrufen eines Pokémon - das wars dann aber auch mit Assoziationsmöglichkeiten dazu.

Auch die Epoche finde ich gelungen gewählt. So spielt Codex Alera typisch für viele High-Fantasy-Werke eher zu Zeiten des Mittelalters. Mittelalter mit Magie zu verknüpfen finde ich sowieso immer wieder gelungen.

,,Tavi schluckte. 'Ich wollte bloß meine Schafe nach Hause holen,        Herr. Mehr wollte ich gar nicht, eigentlich. Da sind die Dinge ein wenig ...'
'Kompliziert geworden?', schlug Gaius vor.
Tavi errötete und nickte. 'Genau.'" S.594


Fazit:
Ach, es gibt einfach so vieles was dieses Buch beherbergt. Intrigen, Freundschaft, Krieg, Magie, Liebe, Feindschaft ...
Ein Epos, und glücklicherweise erst der erste von 6 Bänden aus der Welt von Alera.

Das ist für mich High-Fantasy vom feinsten.

☆ ☆ ☆ ☆ ☆