Samstag, 28. Mai 2016

Rezension zu ,,Leichenfresser" von Brian Keene

Leichenfresser ist mit 400 Seiten am 01. Juli 2013 im Festa Verlag erschienen.


Inhalt:

Etwas lebt auf dem Friedhof und kriecht nachts aus der Erde. Etwas, das nach Leichen sucht und sie frisst. Sommer 1984. Timmy und seine Freunde freuen sich auf die Schulferien. Aber statt Sonne und Comics erwartet sie der tödliche Kampf mit einer grauenhaften Kreatur. Der Ghoul hat ihr Blut gerochen und ist auf der Jagd nach den Kindern. Und niemand hilft ihnen, weil niemand glauben kann, dass ein solches Wesen überhaupt existiert. Der preisgekrönte Horrormeister Brian Keene erzählt eine furchterregende Geschichte von Ungeheuern, Mördern und dem Verlust der kindlichen Unschuld. (Klappentext)

Cover:

Es zeigt drei Kinder, die auf dem Friedhof spielen, über ihnen zieht eine dunkle Wolke auf. Das rötliche, düstere Cover finde ich sehr gelungen und ist passend zum Inhalt.

Charaktere:

Hauptpersonen sind die drei zwölfjährigen Freunde Timmy, Barry und Doug. Dabei ist Timmy eher der Anführer der Gruppe, der die anderen überzeugt und mitreißt, Barry der stärkere, von der vielen Arbeit auf dem Feld und Doug der ängstlichere. Doch sie bilden ein gutes Team und helfen sich, auch wenn es nicht immer einfach ist, denn alle drei haben Probleme in der Familie. Der Thriller thematisiert familiäre Missstände in den Familien, z.B Gewalt, Alkoholkonsum, Missbrauch oder Misshandlungen.
Ich finde die drei soweit sympathisch, auch wenn ich es schade finde, wie der eine sich zum Schluss wandelt.

Auch die anderen, teilweise kümmerlichen, bösen Charaktere finde ich gelungen. So zeichnet Brian Keene ein niederschmetterndes Bild von einem gewaltbereiten Vater, der seine Familie schlägt und einer alkoholkranken, alleinstehenden Mutter, die ihren Sohn zu wenig beachtet und manchmal im missbräuchlichen Sinne zu viel.

Meine Meinung:

Vor ,,Leichenfresser" hatte ich noch kein Buch von Brian Keene gelesen. Ich hörte nur, dass er ein sehr guter Horror-Autor im Sinne von Stephen King sein soll...

Keene katapultiert uns zurück ins Jahr 1984, was ich auch sehr gelungen finde. Komisch fand ich erst mal, dass wir es mit 12 Jährigen zu tun haben, was aber keineswegs ein Kritikpunkt ist. Manchmal könnte man jedoch kritisieren, dass die Gedanken und Handlungen nicht denen von zwölf Jahre alten Kindern entspricht, sondern eher von 14, 15 oder 16 Jährigen.

Die Geschichte um den leichenfressenden Ghoul finde ich gelungen, auch wenn ich Horror mit nur realen Wesen besser finde, da es mich mehr gruselt.
Brian Keene legt hier mehr den Schwerpunkt auf den sozialen Horror, was mir persönlich sehr gut gefällt.. Der Leser hatte also nicht immer nur ein Monster, den Ghoul, im Blick, sondern auch die Erwachsenen, die in diesem Thriller nun wirklich mit Monstern verglichen werden können.

Stellenweise fand ich es einfach schön, Timmy, Barry und Doug bei ihren kindlichen Abenteuern wie z.B dem Bau eines ,,Bunkers" zu begleiten. Es erinnerte mich an meine Kindheit, zugleich aber auch an Abenteuerromanen für Kinder, gebe es da nicht den Ghoul, Gewalt- und Ekelszenen.

,,Der vom Körper abgetrennte Kopf seines besten Freundes schwang wie ein Pendel hin und her, baumelte von der linken Hand des Leichenfressers. Lange, gekrümmte Krallen hielten Dougs Haare fest. Die Kreatur stand am Eingang der Kammer und versperrte ihnen den Fluchtweg..." S. 368

Letztendlich kann ich sagen, dass ich zwischen 4 und 5 Sternen schwanke, denn einerseits ist es ein wunderbares, gruseliges Buch über Jugendliche, die ihre Unschuld verlieren und mit dem alltäglichen Horror konfrontiert werden. Andererseits hat es mich auch nicht übermäßig geschockt oder gegruselt. Ich bin der Meinung, dass man den Ghoul für dieses Buch gar nicht gebraucht hätte, auch wenn sich das komisch anhört, denn es ist nun mal der zentrale Konflikt. Ich fand dennoch eher die zwischenmenschlichen Beziehungen und Abgründe erschreckend und lesenswert.
Das Ende, und es ist wahrlich kein Happy End, schockt den Leser nicht nur mit dem Verlust einer Person, sondern auch damit, dass misshandelte Kinder nicht selten zu Vätern werden, die das gleiche mit ihren Kindern anstellen.

Fazit:
Alles in allem ein tolles Horrorbuch, welches ich gerne Anhängern und Fans dieses Genre empfehlen kann. Brian Keene ist für mich definitiv ein nennenswerter, amerikanischer Horrorautor.
Ich freue mich schon jetzt auf seine weiteren Bücher.

☆☆☆☆

Sonntag, 22. Mai 2016

Rezension zu ,,Steelheart" von Brandon Sanderson

Steelheart ist der erste Band der Reihe ,,Die Rächer". Die Taschenbuchausgabe ist mit 448 Seiten am 08. Februar 2016 im Heyne Verlag erschienen.


Inhalt:

Eine düstere Zukunft ist angebrochen. Die Welt wird beherrscht von den sogenannten Epics – Menschen mit Superkräften, die sich über jedes Gesetz stellen. Nichts kann sie aufhalten, und niemand kann ihrer Terrorherrschaft widerstehen. In Chicago hat ein besonders mächtiger Epic namens Steelheart die ganze Stadt in einen stählernen Albtraum verwandelt. Er glaubt sich unbesiegbar – doch er hat nicht mit David gerechnet. Dessen Plan: Rache an Steelheart und Freiheit für Chicago! Ein Plan, der ihm alles abverlangen wird.  (Klappentext)

Cover:

Das Cover finde ich sehr interessant und vor allem passend zum Kontext. Das Cover bereitet einen schon auf große Science-Fiction vor.

Charaktere:

In diesem Buch gibt es wirklich eine Vielzahl von interessanten Charakteren.
Hauptcharakter und Mittelpunkt des Romans ist der 18 jährige David, der in seiner Kindheit miterleben musste, wie sein Vater von Steelheart getötet wurde. Doch der Vater schaffte es, diesem High-Epic eine Wunde zuzufügen und David wittert seine Chance, sich irgendwann zu rächen.
David ist wirklich ein toller Charakter. Wissbegierig, intelligent und besitzt ein großes Herz.

Sein späteres Team bestehend aus Megan, dem Prof, Cody und Abraham ist auch nennenswert und vielschichtig.
Megan, die sehr abweisend auf David reagiert und etwas großes verbirgt. Cody, der viele Witze und Anekdoten reißt. Abraham, der schlau und intelligent an die Sache ran geht und zuletzt der Prof, der ein begnadeter Erfinder ist und auch mehr verbirgt als anfangs gedacht.

Meine Meinung:

Wow, ich bin jetzt fertig mit dem Buch und kann eigentlich noch gar nicht richtig fassen, was alles passiert ist.
Am Anfang ging ich eigentlich mit nicht so hohen Erwartungen an das Buch. Science-Fiction ist mir eher fremd und der Name des Autors sagte mir auch nicht viel...

...ich wurde aber überzeugt von einem detailliert, bildhaften Schreibstil, der spannend und unsagbar fesselnd ist. Man taucht ein in eine Zukunftswelt, die nicht mehr so ist, wie die Erde einmal war.
Epics, also Menschen mit Superkräften beherrschen die Welt und stellen sich über das Wohl der normalen Menschen. Dabei gibt es verschiedene Epics. Illusionisten, Unsterbliche, Tarnende, Starke, Heilende ... und viele mehr. Gerade diese Vielzahl der unterschiedlichen Fähigkeiten fand ich bei den Epics interessant. Genauso wie auch jeder Epic einen Schwachpunkt besitzt.

,,Auf der anderen Seite konnte ich den pechschwarzen Himmel erkennen. Irgendwann will ich mal wieder Sonne sehen, dachte ich. Da oben war nur Schwärze. Schwärze und Calamity, die hoch über uns schwebte wie ein grässliches rotes Auge." S.389

Die Rächer, ein Verbund aus mehreren Einheiten und Teams, haben es sich zur Lebensaufgabe gemacht, Epics zu jagen und zu töten, für eine baldige freiere Welt, wo die Menschen nicht unterdrückt werden.
Als David dazustößt, begeistert er die anderen von dem Plan, einen High-Epic, also Steelheart, zu töten, weil der seinen Vater getötet hat. Er hat auch schon einen Plan, doch wie er Steelheart töten und vor allem seine Schwäche herausfinden will, ist lange Zeit ungewiss..

Wir verfolgen als Leser also die Räche, erleben viel Action, aber auch das Zwischenmenschliche kommt nicht zu kurz. Denn David hat sich seit Anfang an in Megan verguckt, die aber abweisend reagiert.
So lockern auch viele Gespräche die Geschichte zusätzlich auf.

Irgendwann kam dann ein Punkt, da passiert etwas (ich möchte ja nicht spoilern), was ich erst total traurig fand. Ich hätte das Buch am liebsten in die Ecke geschmissen, weil ich die Wendung bzw. den Abgang beknackt fand. So las ich also weiter, liebte und hasste das Buch aufgrund der Wendung zugleich und fieberte dem Ende entgegen, wo diese Wendung teilweise erklärt und - mehr oder weniger- auch aufgehoben wird. Mit besonders diesen zwei Wendungen im Bezug auf eine Person hätte ich nie gerechnet.
Einfach großartig, was das Buch beim Lesen für Emotionen hervorruft.

Fazit:
Ich denke es ist alles gesagt und man versteht meine Begeisterung für das Buch. Diese fesselnde Spannung, die verschiedenen Emotionen, die beim Lesen hervorgerufen werden und vor allem die Charaktere und die grandiose Idee der Epics machen dieses Buch zu einem Lese-Highlight.
Der Autor hat mich mehr als überzeugt und es würde mich nicht wundern, wenn er bald einer meiner Lieblingsautoren wird.
Wow!

☆☆☆☆☆

Freitag, 13. Mai 2016

Rezension zu ,,Das Haus" von Richard Laymon

Die deutsche Erstausgabe ist am 08. März 2016 im Heyne Hardcore Verlag erschienen. Es stellt das 25. Buch von Laymon in diesem Verlag dar.


Inhalt:

Halloween. In der amerikanischen Kleinstadt Ashburg gibt es dieses Jahr eine große Party. Geladen wird ins Sherwood- Haus. Ein ganz besonderes Haus. Vor vielen Jahren ist dort eine Familie bestialisch ermordet worden. Seitdem wird es gemieden. Doch trotz dieser finsteren Vorboten öffnen sich am Abend die Tore. Das blutige Spiel beginnt ... (Klappentext)

Cover:

Das Cover finde ich gut und wieder hervorragend passend zu den anderen Laymon Büchern.

Charaktere:

Nun ja. Wie das eben bei Laymon so ist, finden wir auch hier wieder völlig verschiedene und zugleich abgedrehte und wahnsinnige Personen.

Hauptperson ist Eric Prince, der im sozialen Leben eher ein Außenseiter ist. In der Schule gemobbt und Zuhause ohne Vater hat er es nicht leicht. Seine Mutter hingegen hat schon mehrere Lebensgefährten gehabt, die sie immer verlassen haben. Gerne hätte Eric sich gewünscht, dass seine Mutter seinen Vater geheiratet hätte. Doch gegen sein Wunsch steht, dass er bei einer brutalen Vergewaltigung gezeugt wurde, was er aber nicht weiß... Sein Unmut gegen neue Lebenspartner seiner Mutter ist ein wenig verständlich, er fängt sogar an, sie zu schikanieren...

Wie das eben in einer Kleinstadt so ist, kennt jeder jeden und jeder hat in dieser Geschichte so seine Macke. Ein widerwärtiger Pädophiler, ein Mörder mit kranker Phantasie, ein Vizedirektor in der Schule, der Kinder schikaniert und zuletzt ein pubertierender Jugendlicher, der es nur auf ,,Scheiße bauen" abgesehen hat krönen die Personenkonstellation im Buch.

Meine Meinung:

Bei Laymon kann man eigentlich stereotypisch immer das gleiche sagen, denn wer Spannendes, Perverses, Widerwärtiges, Brutales und Gruseliges nicht scheut, der ist mit Laymon sicherlich sehr gut bedient.
Da ich finde, dass Laymon einen wunderbaren, exakten Schreibstil - teilweise ähnlich wie King - besitzt, lese ich seine Bücher immer gerne und lasse mich von seiner abstrusen Phantasie mitreißen.

,,Sie - meine Cousine - ist in das Loch eines Erdhörnchens getreten. Sie hat in das Loch geschaut und gar nicht mehr aufgehört, da hineinzustarren. Ich sagte: 'He, was machst du da?' Und die kleine Hexe hat gesagt: 'Da unten ist irgendjemand und zwinkert mir zu...'" S. 163

Da der Seitenumfang von diesem Buch mit 272 Seiten wirklich nicht lang ist, lässt es sich auch wieder sehr schnell lesen. Außerdem fand ich dieses Buch ein wenig ,,anders". Im Sinne davon, dass er bei den anderen beiden Büchern, die ich gelesen habe, schneller zur Sache kommt und auch schneller und mehr gruselt. Er schreibt also ein wenig ,,ruhiger", was aber nicht bedeutet, dass es schlecht ist. Wer aber auf den vollen Schocker hofft, ist bei diesem Laymon nicht gut aufgehoben.

"Möchtest du, dass sie reden? Willst du ins Gefängnis gehen? Ich war im Gefängnis, vierzehn Jahre lang - beinahe so lange, wie du lebst. Und weißt du, wieso ich im Gefängnis war? Eine hat geredet. In Kalifornien. Ich habe sie genauso aufgeschlitzt wie die anderen, aber sie ist nicht gestorben. Und sie hat geredet. Du darfst sie nicht reden lassen. Du musst sie in Stücke hacken." S. 262


Teilweise sind seine Storys wirklich pervers und vor allem primitiv. Was am Anfang interessant scheint, kann auf Dauer auch mal nervig, abstoßend sein.
Die Personenkonstellation ist auch eher fern ab der Realität. Sie sind - naja - alle völlig verrückt und abgedreht ...
... was aber auch irgendwie interessant an seinen Büchern ist.

Fazit:
Letztendlich fand ich auch dieses Buch von Richard Laymon wieder gut und lesenswert. Sein flüssiger, exakter Schreibstil reißt mit, sodass man immer weiter lesen möchte.
Ich freue mich schon auf seine weiteren Bücher, ich habe zum Glück noch viele vor mir.

☆☆☆☆

Dienstag, 10. Mai 2016

Rezension zu ,,900 Minuten" von S. Johnathan Davis

900 Minuten ist der zweite Band der Reihe Zombie-Thriller. Das Buch ist mit 315 Seiten am 01. Juni 2015 im Luzifer-Verlag erschienen.


Inhalt:

John ist Vater. Das war er nicht immer. Vor der Apokalypse hatte er einen anderen Job. Sieben Monate nach den Ereignissen von 900 MEILEN treffen wir wieder auf Kyle und John, die sich nach Avalon zurückgezogen haben. Sie müssen die schützenden Mauern verlassen und sich in die Welt wagen, die von den Toten beherrscht wird. Sie müssen plündern. Eigentlich sollte es ein Routineeinsatz sein, jedoch merken sie schnell, dass Kräfte im Spiel sind, die diese Reise alles andere als … Die Rückkehr nach Avalon wird zu einem tödlichen Wettlauf gegen die Zeit - durch eine Welt voller Verrückter, die versessen darauf sind, ihnen das Letzte zu nehmen, was ihnen noch geblieben ist: das nackte Leben. Letztlich muss John herausfinden, ob er nach den Regeln dieser neuen Welt spielen will. Einer Welt, in der die meisten Menschen bereit sind, für das eigene Überleben zu morden. Einer Welt, in der die Menschheit die eigentliche Plage ist. Wie weit würde ein Vater gehen, um seinen Sohn zu retten? Macht euch bereit und springt wieder mit Kyle und John in den Hummer - in diesem tempogeladenen Thriller, einer Mischung aus Zombie-Horror und mittelalterlicher Belagerungsschlacht! (Klappentext)

Cover:

Das Cover finde ich wieder gelungen, ein Zombie ziert den oberen Bereich. Dieses Buch sowie auch der Vorgänger sind im gleichen Stil gehalten und somit schön und passend.  Die glatte Haptik finde ich auch nennenswert, die der Verlag wohl bei allen Büchern verwendet.

Charaktere:

Auch hier ist die Hauptperson wieder John, der mittlerweile einen kleinen Sohn hat. Kyle ist auch wieder mit von der Partie - sie bilden ein wunderbares Team.
Beide überzeugen durch ein sympathisches, menschliches Auftreten. Für zynische und ironische Bemerkungen sind sie auch bestens ausgestattet, was das Lesen und vor allem die Lesestimmung in einem solchen Thriller aufheitert.

Gordon stellt den Gegenpol dar, der durch seine fiesen, bösen und hinterhältigen Taten auffällt. Er versucht Avalon zurückzuerobern..

Meine Meinung:

Der erste Teil dieser Zombie-Apokalypse konnte mich ja schon begeistern, da lag es nahe, dass ich auch den zweiten Band lesen musste.

Auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht. Wie gewohnt flüssig und locker beschreibt der Autor das Geschehen und verpasst seiner ganzen Story wieder geballte Action!
Die Ich-Perspektive finde ich auch hier wieder sehr angebracht und passend. Es bringt die ganze Dramatik, auch um seinen Sohn, einfach näher.

,,'Tu es. Mach dem ein Ende, John.'
  Ich hatte einmal gehört, dass Menschen sich nie änderten. Man setzte sie unter Druck und fand heraus, wer sie wirklich waren.
Ich wusste nicht, wer ich war, bis ich dort auf diesem Dach stand.
Ich war ein Killer.." S.315


Der Plot ist auch wieder interessant aufgebaut. Als es am Anfang noch darum ging, die lebensnotwendigen Medikamente für Johns Sohn zu besorgen, verstricken sich John und Kyle bei der Suche in einem Netz voller Gefahren. Denn sie treffen auf den altbekannten Gordon, der die beiden sicherlich nicht auf einen Tee einladen möchte.. Er will Avalon zurück. John, Kyle und Jarvis versuchen fortan das zu verhindern..
Sie rechneten weder mit einer solch großen Armee, noch mit einem Verräter in den eigenen Reihen..
Die Geschichte verspricht also definitiv wieder sehr viel Spannung!

Mein einziger Kritikpunkt ist, dass das Buch am Anfang bzw. im Mittelteil kleine Längen aufweist, ein bisschen Geschwafel eben, was aber zum Glück nur von kurzer Dauer ist. Der Rest der Geschichte ist vollgepackt von interessanten Gesprächen und lehrreichen Anekdoten.

Fazit:
Und auch der zweite Band konnte mich wieder überzeugen. Zombie-Action ist sonst nicht so mein Ding, der Autor schafft es aber nochmals, mich für dieses Genre zu begeistern.
Ich würde mich freuen, wenn es einen dritten Band geben würde, ich denke jedoch, dass die Reihe mit diesem zweiten Teil abgeschlossen sein wird.

☆☆☆☆

Dienstag, 3. Mai 2016

Rezension zu ,,Aus dunklen Federn 2" von Sonja Rüther

Aus dunklen Federn 2 ist der zweite Band der Reihe und vereint wieder Horrorstorys von verschiedenen, schon teils aus dem ersten Band bekannten, Autoren. Herausgegeben ist das Buch mit 400 Seiten am 29. März 2016 von Sonja Rüther im Briefgestöber Verlag.


Inhalt:

Gänsehaut und Horrorfreuden: Erleben Sie zum zweiten Mal Schauergeschichten, feinsinnigen Splatter und finstere Fantasien Aus dunklen Federn. Ein Forschungstrupp kommt vom Wege ab. Ein Mann fährt zum Klassentreffen, doch sucht er dort keine alten Freunde. Ein freundliches Ehepaar will nicht länger die Schikanen ihres sadistischen Nachbarn hinnehmen. Sie alle ahnen nicht, welch grausame Folgen dies haben wird. Die Bestsellerautoren Markus Heitz und Kai Meyer, Thomas Finn, Boris Koch und viele andere öffnen die Türen der Realität und entfesseln in ihren Horrorgeschichten die ungeahnten Schrecken, die in der Dunkelheit lauern. Ein faszinierendes, abgründiges Lesevergnügen für alle, denen Rabenschwarz lieber ist als Feenrosa. Untermalt werden die Geschichten von den Titelbildern, die von den Autoren individuell selbst gestaltet wurden. (Inhaltsangabe)

Cover:

Das Cover gefällt mir hier auch wieder gut. Passend zum ersten Band, diesmal jedoch mit zwei blutigen Händen und mit grünem Hintergrund.

Meine Meinung:

Die erste Horroranthologie habe ich ja bereits gelesen und sie konnte mich direkt begeistern. So viele interessante Autoren, die das Genre Horror alle anders interpretieren, habe ich dort kennengelernt. Kurzgeschichten sind sowieso für dieses Genre sehr passend, somit musste ich auch die zweite Anthologie lesen ...

Auch in diesem Band lernt der Leser wieder neue, vielleicht bis dato noch nicht bekannte Autoren kennen. Außerdem enthält die Anthologie wieder ein Debüt, was ich sehr interessant finde.
Individuell finde ich auch die von den Autoren gestalteten Titelbilder zu jeder Kurzgeschichte.

Ich werde die Kurzgeschichten im Folgenden wieder einzeln mit Sternchen bewerten. Von ★=lesenswert bis ★★★=sehr gut.

Hanka Jobke - Maschas Schuhe:
Eine Kurzgeschichte, die mich das Grauen leider nicht lehren konnte, da sie für mich viel zu kurz war.

Christian von Aster - Der Groll:
Ein mir bis dato unbekannter Autor überzeugt mit einer gruseligen Geschichte über einen seltsamen, bösen alten Mann in der Nachbarschaft...★★

Nicole Zöllner Photosynthese:
Eine interessante, lesenswerte Geschichte über einen seltsamen Lehrer, der scheinbar eher Pflanze als Mensch ist. Debüt der Autorin.★

Thomas Finn - Meister Calamitas' erstaunliche Kuriositäten:

Eine sehr lesenswerte, toll geschriebene Geschichte, wo mir der Horror-Aspekt jedoch sehr gefehlt hat. Dennoch mit so einer Sprachgewalt geschrieben, dass ich sie richtig gut fand.★★

Vincent Voss - Der flüssige Bob:
Dieser Autor konnte mich schon in der vorherigen Anthologie begeistern. Ein Horrorautor, der wohl noch eine große Rolle in diesem Genre in Deutschland spielen wird. Eine Interessante Geschichte über einen Ausflug, der nicht so läuft wie geplant.★★

Markus Heitz - Gesprächsfetzen:
Eine lesenswerte Geschichte des Bestsellerautors, die mich aber leider nicht vom Hocker reißen konnte. Dennoch interessant geschrieben.★

Boris Koch - Im Haus des toten Clowns:
Eine sehr gelungene Geschichte, die mich teilweise richtig gruseln konnte. Clowns haben ja eh immer schon etwas gruseliges an sich..★★

Stefan Cernohuby - Mein anderes Ich:

Eine gelungene Geschichte über das andere Ich, die sehr interessant konzipiert ist.★

Sonja Rüther - Elefantenfriedhof:

Mal etwas ganz anderes. Die letzte Reise geht ins Wattenmeer.★

Thomas Lisowsky - Chupa:
Auch ein total toller bildlicher Schreibstil, der fesseln kann. Kein große Schocker, dafür subtiles Gruseln.★★

Kai Meyer - Schau hin!:
Diese Kurzgeschichte des Bestsellerautors konnte mich leider gar nicht begeistern oder gar gruseln. Fand ich relativ schwach.

Hanka Jobke - Die Welt am Abend:
Eine Geschichte mit interessantem Ansatz in ferner Zukunft. Stimmt nachdenklich!★

Thomas Finn - Der Schrei:

Wieder wahnsinnig gut geschrieben, jedoch kaum fesselnd noch gruselig.

Boris Koch - Die Hexe und der Folterknecht:
Ironisch und zynisch geschriebene Geschichte über einen Folterknecht, der sich mit seinem Opfer unterhält.

Vincent Voss - Frühlingserwachen:
Eine Geschichte, die versucht mit Spinnen zu gruseln. Sehr gut geschrieben, aber nicht sehr gruselnd.★

Sona Rüther - Peter:
Wieder eine interessante Geschichte der Autorin über einen Protagonisten, der immer mehr Körperteile verliert.★

Fazit:
Wieder eine gelungene Horroranthologie. Ich bin definitiv Fan dieser Reihe!
Hier fand ich jedoch leider keinen richtigen Schocker, sondern oftmals nur Fantasy, was ich leider ein wenig schade fand. Aber jeder interpretiert Horror anders. Für den einen ist es das subtile Gruseln, für den anderen vielleicht in phantastischen Welten gegen das Böse kämpfen.
Besonders begeistern konnten mich Thomas Finn und Vincent Voss, von denen ich nach dieser Sammlung gerne mehr lesen möchte!
Ich freue mich, wenn auch eine dritte Anthologie dieser Reihe erscheinen wird!

☆☆☆☆